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Wilhelm-Bölsche-Schule

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Wir tun etwas! - 27.10.2015

In den Herbstferien machte die Leitung der Schule minderjährigen, unbegleiteten Flüchtlingen aus dem JugendDorf am Müggelsee das Angebot, im Anschluss an ihren täglichen Deutschkurs, in unserer Turnhalle Sport zu treiben.

ende.JPGEin Kreis von Freiwilligen aus dem Unterstützerkreis und der Schule öffneten die Turnhalle täglich für zwei Stunden, damit die Jugendlichen sich körperlich austoben konnten.

Fußball wurde zumeist gespielt, an einem Tag aber auch Basketball, und es zeigte sich schon am ersten Termin, wieviel Bewegungsdrang, wieviel Power und wieviel Spaß diese jungen Menschen aus Afghanistan, Guinea oder Eritrea mitbrachten. 25 bis 30 junge Menschen nahmen dabei den 30 bis 45minütigen Fußweg (in eine Richtung) nach ihrem Deutschkurs aus der Unterkunft bis nach Friedrichshagen auf sich. Tickets für die BVG gab es für die Gruppe leider nicht.

An einigen Tagen waren Kids aus der Wilhelm-Bölsche-Schule dabei, die in den Ferien kamen, um mit den Asylsuchenden Fußball zu spielen. Schnell bildeten sich dann gemischte Teams, die anschließend kleine Turniere ausspielten und um 16 Uhr erschöpft, aber durchaus zufrieden die Halle verließen. Auch die Friedrichshagener Jugendlichen hatten ihren Spaß und einige Gelegenheiten gefunden, sich mit ihren Mitspielern zu unterhalten, manchmal schon in deutscher Sprache, oft aber auch auf englisch.

Am Montag, den 26. Oktober kamen wieder ungefähr 30 junge Menschen in die Turnhalle, um - wie sich herausstellen sollte – ein letztesmal in unserer Halle Fußball zu spielen. Heute morgen wurde ihnen mitgeteilt, dass sie ab Dienstag in einer Unterkunft in Spandau untergebracht werden; damit werden die Kontakte, die sich in Köpenick ergeben haben, von einem zum anderen Tag gekappt. Entsprechend wehmütig war dieser letzte Sporttermin heute und uns blieb wenig anderes übrig, als uns herzlich voneinander zu verabschieden und für die interessante, lehrreiche und sehr angenehme Woche zu bedanken.

anfang.jpgHoffentlich bleiben den jungen Leuten weitere Umzüge erspart, bis ihr endgültiger Aufenthaltsstatus geklärt ist. Uns hat die Zeit mit ihnen jedenfalls viel gebracht und Spaß bereitet, wir konnten Menschen kennenlernen, die dankbar, höflich und respektvoll uns gegenüber, aber auch untereinander aufgetreten sind. Der plötzliche Abschied hinterlässt allerdings auch Enttäuschung und etwas Unverständnis.

Dieter Both
Sozialarbeiter an der Wilhelm-Bölsche-Schule

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